Was ist Selbstregulation? Und wann fehlt sie?

Selbstregulation beschreibt den bewussten Umgang mit Erregungszuständen, Stimmungen und Gefühlen. Außerdem wird Selbstregulation als die Fähigkeit beschrieben, Ziele richtig zu setzen und durch zielgerichtetes Handeln zu erreichen. Das berühmte Marshmallow-Experiment in den USA hat die Bereitschaft zum Belohnungsaufschub untersucht. Es wurde erforscht, wie unterschiedlich gut es jungen Menschen gelingt, kurzfristige Wünsche den längerfristigen Zielen unterzuordnen.

Menschen, die sich selbst viel Selbstwirksamkeit zutrauen und entsprechend gute Erfahrungen damit gemacht haben, beschreiben einen hohen Grad an Selbstregulation. Neurofeedback ist ein Konzentrationstrainig, das die Selbsregulation erlernen und steigern hilft.

Was ist bei zu geringer oder fehlender Selbstregulation?

Fehlende Regulation con Erregungslevels ist z. B. bei der Diagnose AD(H)S  zu beobachten. Es scheint es auf den ersten Blick so zu sein, dass die „betroffenen“ Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen über wenig gute Wege zur Selbstregulation verfügen. Ohne die Diskussion der Diagnose hier weiter zu vertiefen, sehen wir uns an, wie Neurofeedback beim Aufbau der Selbststeuerung von Gehirnfunktionen helfen kann:

Aufbau von Selbstregulation mittels Neurofeedback

Durch das Neurofeedback-Training gelangen die Klienten meistens schon in der ersten Sitzung zu einem Aha-Erlebnis in Sachen Selbstregulation. Das Gehirnwellentraining führt zu einem beeindruckenden Erlebnis. Zum ersten Mal spüren Klienten die Selbstregulierungsfähigkeit buchstäblich am eigenen Leib.

Wenn sich die Erkenntnis „Ich kann meine Gedanken und Impulse bis zu einem gewissen Grad beeinflussen“ einmal offenbart hat , gelingt es den Klienten erfahrungsgemäß zunehmend besser, die Steigerung der Selbstregulation zu stabilisieren.

  • Belohnungsaufschub (nicht nur bei Adipositaserkrankungen wertvoll)
  • Erkennen und Ausgleichen von Fehlregulierungen (z. B. Übererregung oder Untererregung)
  • Bewusstes Steuern des eigenen Erregungslevels

Die gewonnenen Fähigkeiten beim Neurofeedbacktraining sind insbesondere im Kontext von ADS/ADHS ein großer Gewinn. Die typischen Erziehungsschwierigkeiten, wenn Eltern wegen fehlender Selbstregulation und den sich ergebenden Teilleistungsstörungen ihrer Kinder an ihre Grenzen kommen, nehmen erfahrungsgemäß ab.

Grundsätzliche Vorteile von Selbstregulation

Wer seine Erregungszustände zu steuern lernt, ist klar im Vorteil. Es wird sich zwar nicht die Anzahl der Anlässe reduzieren, in denen wir uns aufregen, aus der Haut fahren könnten. Aber der Umgang mit solchen Einladungen aus der Umgebung wird souveräner.

Bewusste Selbstregulation läuft über die Gehirnaktivität. Auch bei Leiden wie Migräne, Schlafstörungen oder Depressionen. Sobald der Mensch sein Erleben nicht mehr als Produkt des Schicksals erlebt, sondern als Ergebnis seiner Gehirnaktivität, beginnt der Weg in Richtung Souveränität: Selbstregulation ist erlernbar.

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